Samstag, 9. März 2013

Rueckweg nach Cusco

Der Rueckweg von Aguas Calientes nach Cusco war ebenso anstrengend, aber etwas toller, da ich den Einheimischenweg gefunden habe. Kein Schienengeroell, mehr Jause, mehr Einheimische, weniger Zuege, dafuer circa 1000 Hoehenmeter ueberwunden, wieder mit dem ganzen Gepaeck. Mit laengeren Pausen brauche ich etwa 7h (6,3 h Gehzeit). Dazwischen fallen dicke Tropfen auf die grossen Blaetter der Buesche und Palmen umher, die Landschaft aendert sich mit der etwas trockeneren Bergvegetation Richtung Ollantaytambo.

Mit Collectivos und Bussen brauche ich fast 4 Stunden nach Cusco. Es ist Nacht geworden. Suche mir eine kleine Kueche fuer was zu Essen und ein Hostel. Im Wild Rover Hostal geht es dann auch echt ein bisserl wild zu. Nach mehreren Bieren und Bekanntschaften waehrend der Quiznight, Wuzzeln und Abshaken werde ich noch in eine Disco am Hauptplatz abgeschleppt. Um halb 4 bin ich dann endgueltig so muede, dass ich mich heimschleppe. Die beiden Folgetage bin ich dann auch wieder krank. War dann wohl zuviel fuer meinen Koerper an einem Tag...

In Cusco mache ich bei der FreeWalkingTour mit, wo wir kleine kulinarische Kostproben von typisch peruanischen Drinks und Essen bekommen. Dazu schleppt man uns in Shops, ins Schokoladenmuseum, verschiedenen Restaurants, in Silberschmieden und Alpaca-Woll-Geschaefte etc. und der Guide verzapft gelegentlich seltsame Geschichteln ueber das historische Cusco, wobei vermutlich nur stimmt, dass der Moechtegern-Inka-Revolutionaer Tupac Amaru Namensgeber fuer den Rapper 2pac war.
Tupac Amaru musste uebrigens mit ansehen, wie seine schwangere Frau erwuergt wurden und nachdem man es nicht schaffte ihn zu vierteilen wurde er gekoepft - so wie seine 4 Kinder. Detail am Rande. Naja.

Das Stift SantoDomingo, erbaut auf einer der wichtigsten Staetten der Inkazeit ist echt einen Besuch wert, obwohl von den Schaetzen der damaligen Zeit natuerlich nichts mehr uebrig ist und von den Ruinen nur wenig. Bei meinem Weg durchs Altstadtviertel und zum ChristoBlanco, einer Jesustatue die Cusco ueberragt, komme ich abermals an alten Ruinen vorbei. Oben kaufe ich einem lustigen Strassenmusikanten seine CD ab.

Am Abend schaue ich zum Busbahnhof und suche eine Busverbindung nach Ayacucho. Das liegt in etwa zwischen Lima und Cusco. Da die Fahrzeit Lima-Cusco unter 24h betraegt hege ich die Hoffnung am Morgen dort anzukommen. Weit gefehlt. Es dauert genauso lang.
Verschnupft und krank doese ich wenige Stunden auf der Rueckbank des Busses und werde dabei herumgeschupft und -geruettelt. Der Bus schraubt sich die Serpentinen-Land- bzw. Sandstrasse hoch ueber Andenpaesse, bleibt mehrere Stunden im Nichts stehen, weil die Strasse noch im Bau befindlich ist. Zumindest haben sie dort auch gleich Staende aufgebaut und man kann etwas Essen. Fruechte, Avocado und leckeren, gezuckerten, zerkochten Mais (choclo). So schaffen wir es vor Einbruch der Dunkelheit nach Ayacucho.
Ein Auto versucht uns hupend zu ueberholen und faehrt mit Vollgas in eine Baugrube mit mindestens 10 Arbeitern. Es sieht aber nicht so aus, als ob jemandem etwas passiert ist.
Sofort nehme ich den naechsten Bus nach Lima, weil ich dort am 8ten ankommen moechte. Diesmal Luxus-Liegebus. Also keinen Tag in der Andenstadt gewonnen... stattdessen gesamt 35 Stunden Busfahrt (mit Pausen).

okay, also bin ich jetzt wieder hier Lima, genauer Miraflores.
Und weil mein Zimmer endlich fertig ist, werde ich Duschen und Gewand wechseln!
Hab euch lieb. cu soon





1 Kommentar:

enibolas hat gesagt…

Freu mich auf Fotos! <3 Cheers, S