Sonntag, 10. Februar 2013

Lima Lima

Ola,
 
Jetzt strawantze ich schon den dritten Tag hier in Lima herum, aber manchmal bezweifle ich, ob ich schon angekommen bin. Die Sprachbarriere ist da noch ein bisschen zu gross. Genaugenommen heisst nicht nur die Stadt Lima, sondern auch das Departement und der Stadtkern, ergo war ich in Lima Lima Lima.

Die Balkone heissen auch Luftstrassen Limas

Am ersten Tag habe ich dort bei einer Fuehrung im Kloster San Francisco 2 Peruanerinnen (Paola, Carla) und einen Neuseelaender (Matt) kennengelernt. Dieses hat nicht nur atemberaubende Fachwerkskonstruktionen und -schnitzereien, sondern auch Katakomben gefuellt mit Knochen (aber keine Schwarzen und keine Chinesen) und eine Bibliothek wie "Harry Potter". Die einzigen Sachen, die ich bei der englischen Fuehrung mitbekommen habe und soviel haette ich bei der spanischen auch verstanden, naja.
Gemeinsam haben wir auch das Inquisitionsmuseum besucht.

Mit diesen jungen lustigen Leuten habe ich mich also am Folgetag verabredet um den Wasserpark zu besuchen. Dieser Park mit seinen ca. 16 Springbrunnen haelt Guinnes-Rekord. Ich weiss aber nicht in was. Vielleicht Wasserverschwendung?
Ohne Uebertreibung: Ich war begeistert. Die Fontaenen haben sich staendig veraendert. Da jagten sich Wasserspritzer zu Waltzermusik oder erzeugen einen Spruehnebel, der hinterleuchtet wie ein wallendes seidenes Tuch aussieht.




Eine Kombination aus Laser- und Videobespielung der Fontaenen war dann schon fast zuviel... Weiters gab es mehrere Stellen an denen sich die Kinder (und Junggebliebenen) nass spritzen lassen konnten mit Geschrei und Technomusik.


Apropos Musik: Die scheint hier irgendwie so alltaeglich wie Strassenlaerm und selbst die billigsten Schlager in den bunten Bussen haben mehr und interessantere Rhythmik als die gesamte westliche Pop- und Volksmusik. Oft sogar in einem einzelnen Lied.






Aus dem verabredeten Trinken gehen wurde danach leider nichts, da die Gruppe schon zu muede war, dafuer gingen Rafael und seine Freundin Carina gestern mit mir fuer ein paar Cocktails weg. Pisco Sour und noch ein Trunk: mit Alghr und mindestens einer der Mitlaute war doppelt ... egal. Pisco ist eine Art Brandy. Peru fuehrt mit Chile glaub ich eine Auseinandersetzung, wer denn nun den Pisco erfunden haette. Bei mir ist der Funke zu diesem Alkohol noch nicht uebergesprungen.

Soweit, so gut.
Gestern habe ich erfahren, dass Arequipa ueberflutet ist, ebenso wie Cusco (sogar mit Todesopfern). Ich hoffe ich kann meine Reise wie geplant fortsetzen. Jetzt geht es mal weiter nach Paracas.

4 Kommentare:

enibolas hat gesagt…

Witzig, ich war am anderen Ende der Welt auch grad im Wasserpark. Auch Laser. Aber statt nassgespritzten Kindern groelende Russen und "Kalinka". Viel Spass noch!

Anonym hat gesagt…

hallo hannes,
ich lese mit, beneide die reisenden und wünsche eine interessante zeit...
bernhard

krandi hat gesagt…

Hallo Hänsel!
Ich habe deine Anmeldung für Berlin bei der Theaterfahrt gemacht.
In der heutigen ZIB haben wir Aufnahmen von den Überschwemmungen in Arequipa gesehen - ziemlich heftig! Man spricht von mehreren Toten und unzähligen zerstörten Häusern.
Außerdem gab es vor ein paar Tagen ein Erdbeben im Grenzgebiet von Ecuador und Kolumbien.
Und jetzt ist auch noch der Papst aus Gesundheitsgründen zurück getreten!! - Was in Peru sicher auch groß Thema sein wird.
Was bitte machst du dort??
Pass auf und lass uns auch weiterhin an deinen Erlebnissen teilnehmen!
Papa

The Joker hat gesagt…

@ Sabine... Ja das klingt auch lustig.

Arequipa werde ich uebermorgen selbst ansehen und beurteilen. Zwei Couchsurfer wollen mich hosten, also kanns nicht so schlimm sein. Ja, das mit dem Papst hab ich erfahren, war aber kein grosser Aufreger. Nur die Argentinier druecken ihren beiden Anwaertern die Daumen.