Hier angekommen teile ich mit einem Maedchen auf Quartierssuche ein Doppelzimmer und buche eine Bootstour zum "Candelabro" sowie den vorgelagerten Ballestas Islands. Und zwar um 7 am Morgen. Ab halb 5 sind wir aber zeitgleich mit den beiden peruanischen Nachbarsfrauen wach, die sich in einer Lautstaerke unterhalten, als muessten sie gegen das Ende der Welt anschreien.
| el candelabro |
Das Speedbootfahren weckt uns dann aber entgueltig auf und die Geoglyphe des Kerzenhalters (eher wahrscheinlich Ohrwaschlkaktus) ist dann auch tatsaechlich beeindruckend. Es bleibt mysterioes, warum diese ca. 100 m hohe Zeichnung in einer Duene nicht nach zwei Tagen verweht ist wie sonst jede Spur, sondern sich seit mehr als 1000 Jahren haelt.
Die Bootstour fuehrt dann noch zu den Inseln wo Guano-Toelpel, Seeloewen und Pinguine (leider zu dieser Jahreszeit keine Delfine) zu beobachten sind und noch viele andere Vogelarten. Die Insel hat auch zwei Abbaustellen, wo Guano - Wort in der Quechuasprache fuer die Fäkalien der pelikanartigen Voegel - alle 5 Jahre abgebaut wird und sich bis dahin 1m hoch schichtet! Ergo heissen diese Voegel uebersetzt Scheisse-Tölpel.
Ich koste Ceviche, anscheinend DIE peruanische Spezialität. Roher Fisch mit suessen, orangenen Kartoffeln (meine dritte unbekannte Sorte Kartoffeln von circa 3-4000) mit rohen Zwiebeln und mit Limettensaft uebergossen. Die Beilagen halten sich aber in Grenzen also ist es im Prinzip ein Berg roher Fisch. Das muss ich nochmal in Arequipa probieren.
Am Nachmittag borgen ich und Melanie uns shitty Raeder aus (eines mit einem Pedal, das andere 50 cm hoch) und wollen zu einem 11 km entfernten Strand in das Naturreservat fahren (um hoffentlich Flamingos zu beobachten). Wie alles entlang hier der Pazifikkueste ist dies Kuestenwueste und so stemmen wir die 11 km durch die Wueste gegen den Paracas mit seinen konstanten 70km/h +-10 km/h. Dementsprechend brauchen wir ueber 2 h fuer die Strecke und die Melanie beschwert sich durchgehend. Am Strand schleichen wir uns an toten Seeloewen mit ausgepickten Augen vorbei und treten auf Vogelkadaver. Aber einen km weiter ist dann ein toller Strand und dort bekommen wir Bier und freuen uns wie kleine Kinder. Wir treffen den lustigen Argentinier Gonzales alias Ché wieder. Die Rueckfahrt braucht uns nicht mal 45 minuten und die ist dann auch wirlich spassig!
| i am fabulous |
Die Sonne geht unter und die Berge rings umher faerben sich rot und gruen und Abendfarben.
Heute gings fuer mich nach Huacachina ... einer Oase nahe Ica.

1 Kommentar:
hört sich alles bestens an!! will auch seelöwen-kadaver sehen ...
jk
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